Katzen machen es einem nicht leicht. Sie sind reine Fleischfresser und trinken oft viel zu wenig. Und am Ende entscheiden sie ganz allein, was gefressen wird.
Ein Futter kann auf dem Papier perfekt sein und bleibt trotzdem im Napf liegen. Kennst du das?
Hier bekommst du den Überblick über die Sorten und erfährst, welche Dosengröße zu deinem Haushalt passt. Am Ende verrate ich dir, was ich Katzenhaltern für den Einstieg empfehle.
Was ANIfit für Katzen anbietet
Das Sortiment ist überschaubar. Das hat der Hersteller ganz bewusst so entschieden.
Sechs Hauptgerichte gibt es in den Dosengrößen 200 g, 400 g und 810 g: Délice de Coeur (Huhn), Fisch à la Mode, Nautilus Ragout, Eismeer Terrine, Puterichs Delight und Powertöpfchen.
Vier kleine Schälchen mit je 85 g sind später dazugekommen: Lieblingslamm, Truthahn Tango, Lachsliebe und Himmlischer Hase. Es gibt sie auch gemischt im Karton mit zwölf Stück.
Drei Monoprotein-Sorten in Bio-Qualität sind für Katzen gedacht, die auf mehrere Fleischsorten empfindlich reagieren: Bio Entenenergie, Bio Steak Sensation und RyCat Bio-Ente.
Außerdem gibt es ein Schnupperpaket, ein Futterumstellungspaket, ein eigenes Kitten-Paket und eine 150-g-Notration für unterwegs.
Der Fleischanteil liegt bei allen Gerichten zwischen 90 und 99 Prozent. Hergestellt wird in Schweden.
Taurin: warum dieser Wert so wichtig ist
Taurin ist eine Aminosäure. Hunde bilden sie selbst, Katzen schaffen das nur in sehr geringem Umfang. Sie sind also darauf angewiesen, dass genug Taurin im Futter steckt. Fehlt es, kann das ernste Folgen für den Herzmuskel und die Augen haben. Deshalb steht Taurin auf jedem Katzenfutter-Etikett.
Bei ANIfit lohnt sich ein genauer Blick. Im Gericht Délice de Coeur werden 600 mg Taurin pro Kilo zugesetzt. Eine unabhängige Laboranalyse hat außerdem rund 700 mg pro Kilo gemessen, die schon im Fleisch selbst stecken. Zusammen sind das etwa 1.300 mg pro Kilo Futter.
Warum ich das erwähne? Beim Erhitzen von Nassfutter geht Taurin verloren, deshalb wird nachgesetzt. Dass ANIfit den natürlichen Anteil extra messen lässt und beide Werte offenlegt, finde ich richtig stark. Verpflichtet ist der Hersteller dazu nämlich nicht.
Wie du solche Angaben auf jeder Dose einordnest, erkläre ich im Ratgeber Hundefutter-Etikett lesen. Für Katzenfutter gelten dieselben Regeln.
Feuchtigkeit: bei Katzen oft unterschätzt
Katzen stammen von Wüstentieren ab. Ihr Durstgefühl ist deshalb nur schwach ausgeprägt. In der Natur holen sie sich das Wasser über die Beute, und die besteht zu etwa drei Vierteln aus Wasser.
Frisst eine Katze vor allem herkömmliches Trockenfutter, müsste sie das fehlende Wasser nachtrinken. Viele tun das nicht ausreichend. Wer dauerhaft zu wenig trinkt, hat ein höheres Risiko für Probleme mit Harnwegen und Nieren.
Ein Nassfutter mit rund 80 Prozent Feuchtigkeit bringt das Wasser gleich mit. Deshalb raten bei Katzen so viele Fachleute zu Nassfutter. Für mich wiegt dieser Punkt schwerer als jede Diskussion über Sorten.
Was in der Beratung am häufigsten gefragt wird
„Sind das nicht ziemlich wenige Sorten?“ Neben einem Supermarktregal wirken sechs Hauptgerichte und vier Schälchen erstmal überschaubar. Das hat einen Grund. Jede Rezeptur kommt mit hohem Fleischanteil und ohne Füllstoffe aus, und davon gibt es eben keine dreißig Varianten. Im Alltag reicht das gut. Die meisten Katzen haben zwei oder drei Lieblingssorten und wechseln zwischen ihnen. Mit den 85-Gramm-Schälchen kommen noch vier Geschmacksrichtungen dazu, damit findest du auch für wählerische Katzen etwas.
„Wie lange hält die Dose offen?“ ANIfit verzichtet auf Konservierungsstoffe. Der Hersteller nennt zwei Tage im Kühlschrank, am besten mit einem Schnappdeckel, damit der Geruch in der Dose bleibt.
Meine Empfehlung geht trotzdem in eine andere Richtung. Katzen nehmen frisch geöffnetes Futter deutlich lieber an als eine Dose, die schon zwei Tage im Kühlschrank stand. Lässt deine Katze plötzlich stehen, was sie gestern noch geliebt hat, liegt es oft genau daran.
Rechne deshalb lieber nach Verbrauch als nach Kilopreis. Eine Katze mit 4 kg frisst je nach Aktivität etwa 200 bis 300 g am Tag. Für eine Einzelkatze passt damit die 200-g- oder die 400-g-Dose, im Mehrkatzenhaushalt die 810er.
Und noch ein kleiner Trick: Gib das Futter nie direkt aus dem Kühlschrank. Lauwarm riecht es viel stärker, und Katzen entscheiden mit der Nase.
Du bist unsicher, ob das Futter zu deiner Katze passt?
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Der Preis, ehrlich gerechnet
Am Beispiel Délice de Coeur:
| Größe | Preis (6 Stück) | Preis pro kg |
|---|---|---|
| 200 g | 19,49 € | 16,24 € |
| 400 g | 25,49 € | 10,62 € |
| 810 g | 34,49 € | 7,10 € |
Der Sprung ist ordentlich. Das liegt daran, dass Dose und Deckel bei 200 g genauso viel kosten wie bei 810 g.
Die komplette Monatsrechnung für Hund und Katze findest du unter Was ANIfit kostet.
Im Mehrkatzenhaushalt ist die 810er schnell leer, dann zahlst du 7,10 € pro Kilo. Bei einer Einzelkatze rechnest du besser mit der 400-g-Dose, sonst schätzt du die Ersparnis zu hoch ein. Nimm diesen Wert für deine Monatskosten, auch wenn der günstigste Kilopreis in der Tabelle verlockend aussieht.
Umstellung: bei Katzen mit viel Geduld
Der häufigste Grund für einen enttäuschenden Start ist eine zu schnelle Umstellung. Bei Katzen kommt dazu, dass sie echte Gewohnheitstiere sind. Welche Futterart sie mögen, prägt sich schon sehr früh.
Das hilft in der Praxis:
- Plane zwei bis drei Wochen ein. Eine Woche ist bei Katzen meistens zu kurz.
- Misch am Anfang nur einen Teelöffel vom neuen Futter unter das gewohnte.
- Wärm das Futter leicht an, dann riecht es intensiver.
- Verweigert deine Katze, geh einen Schritt zurück. Eine Katze, die mehrere Tage kaum frisst, kann ernsthaft krank werden.
Den ganzen Ablauf findest du unter Futterumstellung. Frisst deine Katze grundsätzlich schlecht, hilft dir der Ratgeber Katze frisst nicht bei der Suche nach der Ursache.
Für welche Katzen ich es besonders empfehle
Ich empfehle es besonders, wenn deine Katze empfindlich auf ihr aktuelles Futter reagiert. Genauso, wenn sie über das Futter mehr Flüssigkeit bekommen soll.
Ist deine Katze tierärztlich auf ein Diätfutter eingestellt, besprich den Wechsel bitte vorher in der Praxis. Für Nieren- und Magenthemen gibt es bei ANIfit eigene Produkte. Da lohnt es sich, gemeinsam zu schauen, was passt.
Häufige Fragen
Ist ANIfit Katzenfutter für Kitten geeignet?
Ja. Die Gerichte sind Alleinfuttermittel für alle Lebensphasen, und für den Start gibt es ein eigenes Kitten-Paket. Junge Katzen brauchen pro Kilo Körpergewicht mehr Energie, sie bekommen also mehr als eine erwachsene Katze.
Wie viel ANIfit braucht meine Katze am Tag?
Als Richtwert nennt der Hersteller bei 3,5 bis 7 kg Körpergewicht etwa 200 bis 500 g am Tag. Die Spanne ist groß, weil Alter und Aktivität viel ausmachen. Für eine genauere Menge lohnt sich eine kurze Rechnung mit den Werten deiner Katze.
Wo bekomme ich ANIfit Katzenfutter?
Nur über die Partnerseite einer Fachberaterin oder eines Fachberaters, im Handel findest du es nicht. Wie das läuft und woran du eine gute Beratung erkennst, liest du unter ANIfit Berater finden.
Fazit
Fachlich überzeugt mich ANIfit bei Katzen vor allem mit dem hohen Fleischanteil von 90 bis 99 Prozent und mit einem Taurin-Wert, der per Laboranalyse belegt ist.
Im Alltag entscheidet dann die passende Dose. Rechne bei einer Einzelkatze mit 400 g. So bleibt das Futter frisch, und deine Katze frisst es gern.
Für den ersten Versuch nimmst du am besten das Schnupperpaket. Da sind mehrere Sorten drin, und du findest heraus, was deine Katze mag, bevor du einen ganzen Karton bestellst. Hier geht es zum Katzenfutter im Shop.
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Quellen: Produkt- und Deklarationsangaben ANIfit Katzenfutter, Provital GmbH, abgerufen September 2026 (Taurin-Laboranalyse vom 26.05.2023); FEDIAF, Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food, Abschnitt Taurinbedarf der Katze.