ANIfit Futterrechner: So findest du die genaue Futtermenge

„Wie viel soll ich denn jetzt füttern?“ Diese Frage höre ich in der Beratung am allerhäufigsten. Auf der Dose steht eine Spanne von 200 bis 600 Gramm. Damit kann ehrlich gesagt kaum jemand etwas anfangen.

Genau dafür gibt es den ANIfit Futterrechner. Die meisten nutzen allerdings nur die Hälfte davon. Ich zeige dir, wie du ihn richtig bedienst und wie du aus dem Ergebnis deine Bestellmenge ableitest.

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Was der Rechner von dir wissen will

Er fragt deutlich mehr ab als die meisten Rechner im Netz. Genau das macht ihn so genau:

  • Rasse aus einer langen Liste, weil der Grundumsatz je nach Typ unterschiedlich ist
  • Alter und aktuelles Gewicht
  • Idealgewicht, falls dein Hund gerade zu viel oder zu wenig wiegt
  • Bewegung in fünf Stufen, von „Normal, geht an der Leine“ bis „Extrem“
  • Leckerli und Flocken in Gramm pro Tag
  • Stunden in der Kälte und die Temperatur, denn Frieren kostet Energie

Am Ende bekommst du eine Unter- und eine Obergrenze, dazwischen den Standardwert. Über den Knopf „Expertenmodus“ siehst du außerdem die komplette Kalorienrechnung dahinter.

Wichtig: Der Rechner ist für Hunde gemacht. Für Katzen nimmst du die Angaben auf der Dose als Startwert.

Der Eingabefehler, der alles durcheinanderbringt

Das Gewicht trägst du in Kilogramm ein. Wer dort 7500 schreibt, weil er in Gramm denkt, bekommt eine völlig unsinnige Zahl.

Klingt banal? Passiert trotzdem ständig. Also: 7,5 eintragen!

Der zweite Stolperstein ist das Feld Idealgewicht. Soll dein Hund abnehmen, gehört dort das Zielgewicht rein. Trägst du das aktuelle Gewicht ein, rechnest du genau die Portion aus, die das Übergewicht hält. Wie du das Idealgewicht einschätzt, erkläre ich im Ratgeber Übergewicht bei Hund und Katze.

Der Expertenmodus: hier wird es richtig genau

Diesen Teil nutzt kaum jemand. Dabei ist er der wertvollste.

Klickst du auf Expertenmodus, öffnet sich eine Liste mit den ANIfit-Nassfuttersorten und Flocken. Dort trägst du ein, wie viel Gramm dein Hund von welcher Sorte bekommt, zum Beispiel Schäfers Pfanne, Gockels Duett, Surfers Superfood oder eine der RyDog-Sorten. Auch die Flocken wie die Naturflocke oder die Apfelflocke haben ein eigenes Feld.

Das macht einen großen Unterschied. Ohne deine Angaben rechnet der Rechner mit einem Durchschnitt über alle Sorten. Mit deinen Angaben rechnet er mit der Ration, die wirklich im Napf landet.

Besonders lohnt sich das, wenn ein größerer Teil der Ration aus Flocken besteht. Flocken haben pro Gramm etwa dreimal so viel Energie, weil ihnen das Wasser fehlt. Wer sie weglässt, liegt schnell daneben.

Im Expertenmodus siehst du außerdem die ganze Kalorienrechnung, also auch den Weg zum Ergebnis.

Mein Rat: Nimm dir die fünf Minuten und trag deine Sorten ein. Danach hast du eine Zahl, mit der du wirklich arbeiten kannst.

Du bist unsicher, ob das Futter zu deinem Hund passt?

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Für alle, die selbst nachrechnen wollen

Das musst du nicht, der Rechner erledigt das für dich. Wenn du aber verstehen möchtest, was dahintersteckt, geht es in zwei Schritten.

Schritt 1: Ruhebedarf. 70 mal Körpergewicht hoch 0,75. Für einen 15-Kilo-Hund sind das rund 533 Kilokalorien.

Schritt 2: Aktivitätsfaktor. Für einen kastrierten, normal bewegten Hund liegt er bei etwa 1,4. Bei sehr ruhigen Hunden ist er niedriger, bei Sporthunden deutlich höher. 533 mal 1,4 ergibt rund 747 Kilokalorien am Tag.

Diese 747 Kilokalorien verteilst du auf die Ration. Bei 100 Gramm Flocken bleiben rund 420 Kilokalorien fürs Nassfutter. Je nach Sorte sind das etwa 400 bis 450 Gramm Nassfutter am Tag. Die genaue Zahl liefert dir der Expertenmodus, weil er deine Sorte kennt.

Der Rechner kommt auf dasselbe Ergebnis und berücksichtigt zusätzlich noch die Rasse und die Kälte.

Übrigens kannst du den Energiegehalt einer Sorte aus der Deklaration ableiten: Protein mal 3,5, plus Fett mal 8,5, plus Kohlenhydrate (NfE) mal 3,5. Wo diese Werte auf dem Etikett stehen, zeige ich dir im Ratgeber Hundefutter-Etikett lesen.

Die Rechnung, die fast alle überrascht

Jetzt kommt der Teil, den dir kein Rechner von selbst ausgibt: die Menge für einen ganzen Monat.

420 Gramm am Tag sind rund 12,6 Kilo Nassfutter im Monat. Ein Karton mit sechs Dosen à 810 Gramm enthält 4,86 Kilo. Für den Hund aus dem Beispiel reicht das knapp zwölf Tage.

Wer also einen Karton bestellt und denkt, der Monat sei damit abgedeckt, füttert entweder viel zu wenig oder füllt die Lücke mit etwas anderem auf. Beides erklärt so manches Problem, das später wie eine Futterunverträglichkeit aussieht.

Deshalb kommt nach dem Rechner immer noch dieser letzte Schritt: Tagesmenge mal 30, geteilt durch das Gewicht deiner Dosengröße. Diese Zahl bestimmt deine Bestellung.

Was diese Menge im Monat kostet, rechne ich dir unter Was ANIfit kostet vor.

Wenn dein Hund noch wächst

Bei Welpen hilft der Rechner nur eingeschränkt. Im Wachstum schwankt der Bedarf stark und ändert sich alle paar Wochen. Ein Welpe braucht je nach Alter ein Vielfaches von dem, was ein erwachsener Hund mit gleichem Gewicht braucht. Orientier dich hier am erwarteten Endgewicht und am Alter. Mehr dazu liest du unter Welpe füttern.

Häufige Fragen

Warum weicht der Rechner von der Angabe auf der Dose ab?

Die Dose nennt eine grobe Spanne für ein ganzes Gewichtsfenster. Der Rechner bezieht Rasse, Alter, Bewegung, Kälte und Leckerli mit ein. Dadurch ist er viel genauer.

Kann ich den Futterrechner für meine Katze nutzen?

Leider nein, er ist für Hunde gebaut. Bei Katzen ist die Fütterungsempfehlung auf der Dose dein Startwert. Mehr dazu im Ratgeber ANIfit Katzenfutter.

Muss ich Leckerli wirklich mitzählen?

Ja! Bei kleinen Hunden machen Leckerli und Kauartikel schnell ein Fünftel des Tagesbedarfs aus. Wer sie nicht abzieht, füttert unbemerkt zu viel.

Fazit

Der Futterrechner nimmt dir viel Arbeit ab, wenn du ihm die richtigen Angaben gibst. Trag das Gewicht in Kilogramm ein und hinterlege im Expertenmodus deine Sorten mit Grammzahl. Danach rechnest du die Tagesmenge auf den Monat hoch. Diesen letzten Schritt lassen fast alle aus, dabei hängt deine Bestellung genau daran.

Beobachte deinen Hund danach drei bis vier Wochen. Kannst du die Rippen gut fühlen und bleibt das Gewicht stabil? Dann passt die Menge.

Dir ist das zu viel Rechnerei? Dann schick mir Gewicht, Alter, Bewegungspensum und die Sorten, die dein Hund bekommt. Ich rechne dir die Tagesration und die Monatsmenge aus. Wie die Beratung bei mir läuft, liest du unter ANIfit Berater finden.

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Quellen: ANIfit Futter-Rechner inklusive Expertenmodus, Provital GmbH, abgerufen September 2026; NRC, Nutrient Requirements of Dogs and Cats (Ruheenergiebedarf und Aktivitätsfaktoren); FEDIAF, Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food (modifizierte Atwater-Faktoren).