Sie sitzt um sieben an der Tür und will raus. Draußen sind es minus drei Grad, der Boden ist weiß, und du fragst dich zum ersten Mal in diesem Jahr, ob das noch in Ordnung ist.
Eine gesunde erwachsene Katze mit Winterfell kommt damit zurecht. Wichtig ist ihr Energiebedarf und die Frage, ob sie jederzeit zurück ins Warme kann.

Der Energiebedarf steigt
Eine Freigängerkatze verbrennt im Winter mehr. Sie muss ihre Körpertemperatur gegen die Kälte halten und findet draußen weniger Beute.
Die Futtermenge gehört in dieser Zeit leicht nach oben. Das klingt selbstverständlich und wird regelmäßig falsch gemacht, weil viele Katzen im Winter träger wirken und Halter daraus auf weniger Bedarf schließen.
Wie viel genau, siehst du an der Katze: Wiege sie einmal im Monat und taste die Rippen ab. Sie sollen sich ohne Druck fühlen lassen, unter einer dünnen Schicht. Verliert sie über den Winter Gewicht, war die Menge zu knapp. Die Rechnung dazu steht im Ratgeber Wie viel Futter braucht meine Katze.
Wohnungskatzen brauchen dagegen eher weniger. Sie bewegen sich im Winter oft kaum anders als sonst, liegen aber mehr an der Heizung.
Ab wann es zu kalt wird
Für eine gesunde erwachsene Katze mit dichtem Winterfell sind kurze Streifzüge bis etwa minus 5 Grad unproblematisch. Ab etwa minus 10 Grad bleiben nur noch robuste Tiere draußen, und auch die nur kurz.
Strenger wird es bei Kitten, bei alten Katzen und bei kranken Tieren. Sie regulieren ihre Temperatur schlechter und sollten bei Minusgraden nur kurz oder gar nicht raus.
Entscheidend ist aber weniger die Zahl auf dem Thermometer als die Rückkehrmöglichkeit. Eine Katze, die jederzeit ins Warme kann, reguliert das selbst ziemlich zuverlässig. Eine Katze, die vor verschlossener Tür steht, weil niemand zu Hause ist, hat dieses Werkzeug nicht.
Eine Katzenklappe löst das Problem. Wo keine möglich ist, hilft ein isolierter Unterschlupf im Garten oder im Carport, mit Stroh statt Decken. Stroh zieht keine Feuchtigkeit und isoliert auch nass noch.
Warnzeichen sind Zittern, auffällig kalte Ohren und ungewöhnliche Ruhe nach dem Hereinkommen. Dann geht es ins Warme, und bei anhaltender Mattigkeit in die Praxis.
Streusalz ist das größere Problem
Salz und Splitt trocknen die Ballen aus. Die Haut reißt ein, und in den Rissen entzündet es sich.
Deine Katze leckt sich die Pfoten anschließend sauber. Salzreste reizen dabei den Magen-Darm-Trakt, in größeren Mengen bis hin zu einer Vergiftung.
Noch gefährlicher ist Frostschutzmittel. Es schmeckt süß und steht im Winter in vielen Garagen. Schon kleine Mengen schädigen die Nieren schwer. Bei Verdacht fährst du sofort in die Klinik, ohne abzuwarten.
Was hilft: Nach jedem Freigang die Pfoten ansehen und bei Bedarf mit lauwarmem Wasser abwaschen. Danach trocken tupfen, zwischen den Zehen mit.
Beim Eincremen gehen die Meinungen auseinander. Manche Quellen empfehlen vorbeugende Pflege, eine tierärztliche Quelle hält das bei Katzen für wenig sinnvoll, weil sie sich ohnehin trocken lecken und die Inhaltsstoffe dann im Magen landen. Wer cremt, trägt hauchdünn auf und nur bei strapazierten Ballen. ANIfit Pfotenbalsam mit Bienenwachs und Propolis ist dafür gemacht, er legt eine Schutzschicht auf die Ballen und hält Salz und Splitt aus den Zehenzwischenräumen. Bei rissigen Ballen klärt die Praxis, ob mehr nötig ist.
Wasser, das nicht gefriert
Eine Katze mit Freigang trinkt draußen, wenn dort etwas steht. Im Frost ist das Schälchen nach zwei Stunden ein Eisblock.
Stell die Hauptwasserstelle nach drinnen und kontrollier sie häufiger. Katzen haben ohnehin ein schwaches Durstgefühl, und trockene Heizungsluft im Winter macht das nicht besser.
Der verlässlichste Weg, Flüssigkeit in eine Katze zu bekommen, bleibt das Futter. Nassfutter besteht zu rund 80 % aus Wasser, Trockenfutter zu unter 10 %. Warum das bei Katzen sogar wichtiger ist, als beim Hund, steht im Ratgeber Trockenfutter für Katzen.
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Was im Winter noch dazukommt
Motorhauben. Eine Katze sucht sich den wärmsten Platz. Das ist im Winter oft der Motorraum eines Autos, das gerade abgestellt wurde. Vor dem Starten einmal auf die Haube klopfen.
Dunkelheit im Straßenverkehr. Die Freigangzeiten verschieben sich in die Dämmerung. Ein Reflektor am Halsband mit Sicherheitsverschluss ist eine Überlegung wert.
Trockene Heizungsluft. Sie macht Haut und Fell trocken, bei manchen Katzen kommt Schuppenbildung dazu. Was Omega-3 dagegen leisten kann, steht im Ratgeber ANIfit Lachsöl.
Mehr Zeit drinnen heißt mehr Langeweile. Bei Wohnungskatzen und bei Freigängern, die im Winter weniger rausgehen, steigt das Gewicht oft unbemerkt.
Was ich im Winter empfehle
Gegen trockene Haut in der Heizperiode empfehle ich ANIfit Lachsöl mit 24 bis 26 % Omega-3. Für Katzen ist es besonders interessant, weil es Arachidonsäure enthält, die sie über die Nahrung aufnehmen müssen und die in Pflanzenölen fehlt.
Trinkt deine Katze im Winter zu wenig, hilft die ANIfit Hühnersuppe aus 92 % gefriergetrockneten Hühnerherzen. Sie wird mit warmem Wasser angerührt und als Suppe oder untergemischt angeboten. Warm serviert riecht sie intensiv, was bei einer Katze, die reinkommt und erst mal nichts will, den Unterschied macht.
Als Grundfutter bleibt es bei einem Nassfutter mit hohem Fleischanteil, nur in etwas größerer Menge. ANIfit Délice de Coeur hat 99 % Fleisch und ist laut Provital für jedes Katzenalter geeignet.
Für die Pfoten gibt es ANIfit Pfotenbalsam mit Bienenwachs und Propolis, ohne Farb- und Konservierungsstoffe. Beim Hund ist er eine gute Vorbeugung. Bei der Katze bin ich zurückhaltender, aus dem Grund oben: Sie leckt ihn wieder ab. Wenn, dann hauchdünn und nur bei strapazierten Ballen.
Welche Sorten es für Katzen sonst gibt, steht im Ratgeber ANIfit Katzenfutter.
Häufige Fragen
Wie lange darf eine Katze im Winter draußen bleiben?
Eine gesunde erwachsene Katze mit Winterfell kommt bei bis zu etwa minus 5 Grad mit kurzen Streifzügen zurecht, ab etwa minus 10 Grad nur noch kurz und nur robuste Tiere. Wichtiger als die Temperatur ist, dass sie jederzeit ins Warme zurückkann. Kitten, alte und kranke Katzen bleiben bei Minusgraden besser drinnen.
Braucht meine Katze im Winter mehr Futter?
Freigänger meistens ja, weil sie Energie zum Warmhalten verbrauchen und draußen weniger finden. Wohnungskatzen eher nicht. Wiege monatlich und taste die Rippen, dann siehst du, in welche Richtung du korrigieren musst.
Was macht Streusalz mit Katzenpfoten?
Es trocknet die Ballen aus, die Haut reißt ein und kann sich entzünden. Beim Sauberlecken gelangen Salzreste in den Magen-Darm-Trakt und reizen ihn. Nach dem Freigang die Pfoten ansehen und bei Bedarf mit lauwarmem Wasser abwaschen.
Woran merke ich, dass meine Katze friert?
An Zittern, auffällig kalten Ohren und ungewöhnlicher Ruhe nach dem Hereinkommen. Dann gehört sie ins Warme. Bleibt sie matt, gehört sie in die Praxis.
Fazit
Eine Freigängerkatze braucht im Winter etwas mehr Futter und jederzeit einen Weg zurück ins Warme. Mit der Kälte selbst kommt sie meist gut zurecht.
Gefährlicher ist, was auf den Wegen liegt. Streusalz greift die Ballen an, Frostschutzmittel in der Einfahrt schädigt schon in kleinen Mengen die Nieren.
Und wenn sie abends reinkommt und erst mal nichts will, hilft eine warme, intensiv riechende Mahlzeit mehr als eine größere Portion.
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Quellen: revvet.de, Freigänger im Winter, sieben Tipps für die kalte Jahreszeit (erhöhter Energiebedarf von Freigängern im Winter, keine Reduktion der Futtermenge, Rückkehrmöglichkeit ins Warme); zooplus Magazin, Katzen im Winter (Temperaturgrenzen für kurze Streifzüge, strengere Grenzen für Kitten, alte und kranke Katzen, isolierter Unterschlupf); landtiere.de, Vorsicht bei Streusalz, mit tierärztlicher Einordnung (Austrocknung und Risse der Ballen, Entzündungsgefahr, Reizung des Magen-Darm-Trakts beim Ablecken, Zurückhaltung beim vorbeugenden Eincremen wegen der Inhaltsstoffe, Gefahr durch Frostschutzmittel an den Pfoten); Tierarztpraxis Dr. Schwarz, Freigänger-Katzen im Winter (Warnzeichen Zittern, kalte Ohren, ungewöhnliche Ruhe); Produktseiten Lachsöl, Hühnersuppe, Délice de Coeur und Pfotenbalsam auf shop.futterexpertin.de, Herstellerangaben geprüft am 12.10.2026, Pfotenbalsam erneut am 01.11.2026.