ANIfit umstellen: die ersten zwei Wochen

Der Karton steht in der Küche. Sechs Dosen, und die erste Frage lautet: Wie viel kommt davon in den Napf?

Die zweite kommt ein paar Tage später, wenn der Kot weicher ist als gewohnt und du dich fragst, ob das noch normal ist.

Den allgemeinen Ablauf einer Umstellung beschreibt der Ratgeber Futterumstellung bei Hund und Katze. Bei ANIfit kommen ein paar eigene Punkte dazu, allen voran die Menge.

Vor der ersten Fütterung: die Menge

Rechne die Tagesration aus, bevor du fütterst. Das klingt nach einem Schritt, den man überspringen kann, und ist der Grund für die meisten Fehlstarts.

Ein 15-Kilo-Hund liegt bei rund 400 Gramm am Tag, also etwa einer halben 810-Gramm-Dose. Wer vorher Trockenfutter gefüttert hat, ist bei 200 bis 300 Gramm gewesen und hält die neue Menge im ersten Moment für zu viel.

Das liegt am Wasser. Nassfutter besteht zu etwa 80 % daraus, Trockenfutter zu unter 10 %. Die Nährstoffmenge bleibt gleich, sie kommt nur in feuchter Form in den Napf.

Den Rechner und den Expertenmodus, in dem du deine Sorten mit Grammangabe hinterlegst, erklärt der Ratgeber ANIfit Futterrechner.

Die Sorte für den Start

Wenn du schon weißt, dass dein Hund unkompliziert frisst, nimm eine der günstigen Sorten als Basis. Die Übersicht steht im Ratgeber ANIfit Hundefutter.

Bei einem wählerischen Tier ist das Schnupperpaket der günstigere Weg. Mehrere Sorten in kleinen Dosen, und du weißt nach einer Woche, was ankommt.

Bei empfindlichem Magen fängst du mit einer Sorte mit kurzer Zutatenliste an. Der Hersteller setzt dafür im Futterumstellungs-Paket auf Gockels Duett (nur Huhn und Kartoffel), dazu Kartoffelflocken und Power-Darm. Das Paket gibt es ab 78,49 €. Alternativ passen RyDog Vitalmenü Lamm oder RyDog Vitalmenü Bio-Rind. Je weniger drin ist, desto eher findest du heraus, was nicht passt.

Wer zuerst herausfinden will, welche Sorten sein Hund mag, findet den Testplan im Ratgeber ANIfit Schnupperpaket.

Tag 1 bis 7

Der Standardweg ist die schrittweise Umstellung über eine Woche: 25 % neues Futter, dann die Hälfte, dann 75 %, dann komplett. Details stehen im Ratgeber Futterumstellung.

Zwei Punkte, die speziell für diese Umstellung gelten:

Vom Trockenfutter kommend ist der Unterschied zum neuen Futter besonders groß. Provital empfiehlt für diesen Fall ausdrücklich eine besonders schonende Umstellung, also die volle Woche oder etwas länger.

Zimmerwarm füttern. Der Hersteller empfiehlt, das Futter leicht erwärmt zu geben, zum Beispiel mit etwas heißem Wasser darüber. Kaltes Nassfutter riecht nach fast nichts, und genau der Geruch entscheidet bei einem skeptischen Hund über die ersten Bissen. Eine halbe Stunde vorher rausstellen reicht.

Was in Woche eins normal ist

  • Weicherer Kot in den ersten Tagen. Die Darmflora stellt sich um. Wenn es nach drei bis vier Tagen nicht besser wird, gehst du einen Schritt zurück und bleibst länger auf dem niedrigeren Anteil.
  • Weniger Kot insgesamt. Bei hohem Fleischanteil bleibt weniger unverdaulicher Rest übrig. Das fällt den meisten nach ein paar Tagen auf.
  • Dein Hund trinkt weniger. Mit dem Nassfutter kommt deutlich mehr Flüssigkeit rein. Das ist der erwünschte Effekt, gerade bei Katzen und bei Hunden mit Blasenthemen.
  • Skepsis am ersten Tag. Manche Hunde brauchen zwei oder drei Mahlzeiten, bis sie die neue Konsistenz annehmen.

Nicht normal sind Durchfall über mehr als ein bis zwei Tage, Blut im Kot, Erbrechen oder ein Hund, der schlapp wirkt. Dann gehört er in die Praxis. Die Soforthilfe steht im Ratgeber Durchfall beim Hund.

Du willst lesen können, was in deinem Futter ist?

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Woche zwei: nachjustieren

Nach etwa zehn Tagen hast du genug Beobachtung für die erste Korrektur.

Kot. Geformt und fest ist das Ziel. Dauerhaft weich heißt meist, dass die Menge zu hoch ist oder die Sorte nicht passt. Dauerhaft sehr hart und wenig spricht für zu wenig Ballaststoffe, dann lohnt eine Flocke als Beilage.

Gewicht. Wieg deinen Hund am Anfang und nach vier Wochen. Die Tabellen des Herstellers liefern einen Startwert. Ein aktiver Hund braucht mehr, ein ruhiger Senior weniger. Was dabei zählt, steht im Ratgeber Übergewicht bei Hund und Katze.

Fressverhalten. Wer nach zwei Wochen noch zögert, bekommt feste Zeiten und eine Sorte mit einer anderen Tierart. Immer neue Toppings drüberzugeben macht es auf Dauer schlimmer. Warum das besser funktioniert, steht im Ratgeber Hund frisst nicht. Für Katzen gilt der Ratgeber Katze frisst nicht, dort ist Geduld noch wichtiger.

Die Vorratsrechnung, damit du nicht leer läufst

ANIfit kommt per Versand, Lieferzeit ein bis drei Tage. Spontan eine Dose nachkaufen geht nicht, also lohnt sich die Rechnung einmal:

  1. Tagesmenge mal 30 ergibt die Monatsmenge.
  2. Monatsmenge geteilt durch das Dosengewicht ergibt die Stückzahl.
  3. Ein paar Tage Puffer dazu.

Ein 15-Kilo-Hund mit 400 Gramm am Tag braucht 12 Kilo im Monat. Das sind rund 15 Dosen à 810 Gramm. Ein Karton mit sechs Dosen reicht also nur rund zwölf Tage.

Wenn du den Rhythmus nicht selbst im Kopf halten willst, stellst du im Bestellvorgang den Lieferservice ein und passt ihn jederzeit an. Mehr dazu im Ratgeber ANIfit kaufen.

Steht die Sorte fest, kommt das Futter mit dem Lieferservice im festen Rhythmus. Wie das funktioniert, steht im Ratgeber ANIfit Lieferservice.

Was ich in dieser Phase dazugebe

Nach einer Umstellung braucht die Darmflora ein paar Wochen. ANIfit Power-Darm enthält prebiotische und probiotische Bestandteile und ist gerade dann sinnvoll, wenn zuletzt eine Wurmkur oder ein Antibiotikum dabei war. Wie der Darm arbeitet, steht im Ratgeber Darmflora beim Hund.

Bei weichem Kot in den ersten Tagen greife ich zur ANIfit Moroschen Karottensuppe, einem Hausmittel, das seit über hundert Jahren bei Durchfall eingesetzt wird.

Und wenn die Verdauung etwas Struktur braucht, kommt die ANIfit Naturflocke dazu. Ihre Ballaststoffe regen die Darmtätigkeit an, was gerade bei älteren Hunden oft fehlt.

Häufige Fragen

Wie viel ANIfit braucht mein Hund am Tag?

Das hängt von Gewicht, Alter und Bewegung ab. Ein 15-Kilo-Hund liegt bei rund 400 Gramm, also etwa einer halben 810-Gramm-Dose. Rechne die Menge vor der ersten Bestellung mit dem Futterrechner aus.

Mein Hund hat nach der Umstellung weichen Kot. Ist das normal?

In den ersten Tagen ja, die Darmflora stellt sich um. Dauert es länger als drei bis vier Tage, gehst du einen Schritt zurück und bleibst länger beim niedrigeren Anteil. Bei Durchfall über ein bis zwei Tage hinaus, bei Blut im Kot oder bei einem schlappen Hund gehört er tierärztlich untersucht.

Kann ich direkt von Trockenfutter auf ANIfit wechseln?

Möglich ist es, der Hersteller empfiehlt aber gerade beim Wechsel von Trocken- auf Nassfutter eine besonders schonende Umstellung. Plane mindestens eine Woche ein, bei empfindlichem Magen länger.

Wie lange dauert es, bis ich etwas sehe?

Verdauung und Kotmenge ändern sich in den ersten zwei Wochen. Fell und Haut brauchen länger, dort lohnt der Blick nach sechs bis acht Wochen, weil Haare nun einmal nachwachsen müssen.

Fazit

Über die Umstellung entscheiden vor allem Menge und Tempo. Rechne die Tagesration vorher aus und stell über eine Woche um, vom Trockenfutter kommend eher länger. Nach zehn Tagen schaust du dir an, wie der Kot aussieht und ob dein Hund gut frisst.

Wenn du an einem Punkt unsicher bist, frag lieber einmal nach. Das ist schneller geklärt als drei Wochen Rätselraten am Napf.

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Quellen: Produktseite Futterumstellungs-Paket auf shop.futterexpertin.de (Empfehlung zur schonenden Umstellung von Trocken- auf Nassfutter), abgerufen am 27.09.2026; Fütterungsempfehlungen und Herstellerhinweise zur Lagerung aus den Produktinformationen der Provital GmbH, abgerufen am 20.09.2026; Gebindegrößen und Versandangaben aus shop.futterexpertin.de; Futtermengenberechnung nach dem ANIfit Futterrechner.