Die Dose steht auf der Arbeitsplatte, daneben der Napf, und du rechnest zum dritten Mal nach. Auf der Packung steht eine Spanne, die 20 % auseinanderliegt. Im Internet steht etwas anderes. Die Züchterin hat wieder etwas anderes gesagt.
Und dein Welpe sitzt daneben und findet jede Menge zu klein.
Die Mahlzeiten pro Tag lassen sich klar nach Alter staffeln. Bei der Menge hilft die Tabelle nur beim Start, danach entscheidet, wie dein Welpe aussieht und sich anfühlt.
Wie oft: der Zeitplan nach Alter
| Alter | Mahlzeiten pro Tag |
|---|---|
| bis 8 Wochen (beim Züchter) | 4 bis 6 |
| 8 Wochen bis 4 Monate | 4 |
| 4 bis 6 Monate | 3 |
| ab 6 Monaten | 2 |
Der Grund für die vielen kleinen Mahlzeiten am Anfang ist die Größe des Magens. Ein Welpe braucht sehr viel Energie und kann sie nicht auf einmal aufnehmen. Dazu kommt der Blutzucker, der bei kleinen Rassen zwischen zwei weit auseinanderliegenden Mahlzeiten absacken kann.
Bei Zwergrassen unter 3 kg Endgewicht bleibt es deshalb länger bei vier Mahlzeiten. Bei sehr großen Rassen ist die Verteilung auf mehrere Portionen auch mit sechs Monaten noch sinnvoll, weil große Mengen auf einmal den Magen belasten.
Die Umstellung läuft schrittweise. Von vier auf drei Mahlzeiten gehst du, indem du die Mittagsportion über eine Woche kleiner machst und auf die anderen verteilst.
Wie viel: warum der Bedarf so hoch ist
Ein Welpe bis etwa vier Monate braucht pro Kilo Körpergewicht ungefähr doppelt so viel Energie wie ein ausgewachsener Hund derselben Rasse. Er baut Skelett und Muskulatur auf und bewegt sich dabei den halben Tag.
Danach sinkt der Bedarf pro Kilo langsam ab, während das Gewicht weiter steigt. Die absolute Futtermenge wächst also noch eine Weile, der Faktor pro Kilo fällt.
Das ist der Punkt, an dem die meisten Rechnungen kippen. Wer mit vier Monaten eine Menge festlegt und sie bis zum ersten Geburtstag beibehält, hat am Ende einen zu dicken Hund.
Der Startwert aus der Tabelle
Nimm die Herstellerangabe für das aktuelle Gewicht und das Alter deines Welpen als Startwert. Beim Nassfutter rechnet ANIfit mit dem zu erwartenden Endgewicht und dem Alter, der ANIfit Futterrechner macht genau diese Rechnung.
Wichtig ist, dass du das Endgewicht realistisch ansetzt. Bei einem Mischling aus dem Tierschutz ist das eine Schätzung, und Schätzungen daneben sind der häufigste Grund für eine Ration, die nicht passt.
Füttere den Startwert eine Woche, dann wiegen und anschauen.
Die Figur schlägt die Tabelle
Einen Welpen beurteilst du genauso wie einen erwachsenen Hund, nur häufiger.
Leg die Hände flach an den Brustkorb. Die Rippen sollen sich unter einer dünnen Schicht fühlen lassen, ohne dass du drücken musst. Von oben siehst du hinter den Rippen eine Taille. Von der Seite zieht der Bauch nach oben.
Zu dünn: Rippen, Wirbel und Beckenknochen stehen hervor. Mehr Futter in kleinen Schritten, und wenn sich nichts tut, tierärztlich abklären lassen. Ein Welpe, der trotz voller Portionen nicht zunimmt, hat oft Würmer oder Giardien.
Zu rund: Du musst drücken, um die Rippen zu fühlen, die Taille verschwindet. Menge um etwa 10 % kürzen und in zwei Wochen erneut beurteilen.
Wiege deinen Welpen in den ersten Monaten wöchentlich, später alle zwei Wochen. Kleine Hunde gehen auf die Küchenwaage, große auf die Personenwaage auf dem Arm, dein Gewicht abziehen.
Große Rassen: langsam ist das Ziel
Bei Hunden mit einem Endgewicht über 25 kg, erst recht über 45 kg, ist zu schnelles Wachstum das eigentliche Risiko. Große Rassen sind bis zu 24 Monate am Wachsen, und ein Skelett, das zu schnell gestreckt wird, entwickelt Fehlstellungen.
Ein großer Welpe soll deshalb schlank aussehen. Ein pummeliger Berner Sennenhund mit sechs Monaten gilt vielen als gut genährt. Er ist ein Gelenkproblem in Vorbereitung.
Dazu kommt der Calciumgehalt. Große Rassen können überschüssiges Calcium im Wachstum nicht ausreichend ausscheiden, und zu viel davon stört die Knochenentwicklung. Deshalb gehört in die Ration eines wachsenden großen Hundes kein zusätzliches Calciumpräparat, solange er ein fertiges Alleinfuttermittel bekommt. Mehr dazu steht im Ratgeber Welpe füttern.
Wie sich das Gewicht später auf die Gelenke auswirkt, steht im Ratgeber Gelenke beim Hund.
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Leckerlis zählen mit
Ein Welpe lernt den ganzen Tag, und Training läuft über Futter. Diese Menge gehört von der Tagesration abgezogen, sonst rechnest du am Ziel vorbei.
Die übliche Grenze liegt bei 10 % der Tagesenergie für alles, was neben dem Napf gefüttert wird. In der Welpenzeit heißt das: Nimm einen Teil des normalen Futters als Trainingsbelohnung, dann stimmt die Rechnung von selbst.
Kauartikel sind die größere Falle. Ein Kauknochen am Nachmittag kann eine halbe Mahlzeit ersetzen, ohne dass es jemandem auffällt.
Wenn er nicht frisst oder zu schnell frisst
Er lässt stehen. Ein Welpe, der eine einzelne Mahlzeit auslässt und sonst munter ist, ist meistens unauffällig. Lässt er mehrere aus oder kommen Durchfall, Erbrechen oder Mattigkeit dazu, gehört er in die Praxis, und zwar früher als ein erwachsener Hund. Welpen trocknen schnell aus. Die Einordnung steht im Ratgeber Hund frisst nicht.
Er schlingt. Ein Anti-Schling-Napf bremst, oder du verteilst die Portion auf einer Schleckmatte. Bei großen Rassen hat das noch einen zweiten Grund, weil hastiges Fressen großer Mengen das Risiko einer Magendrehung erhöht.
Er bettelt nach dem Napf. Betteln ist kein Hungersignal. Entscheidend ist die Figur unter deinen Händen.
Der Übergang zum erwachsenen Hund
Kleine Rassen sind mit etwa 10 bis 12 Monaten ausgewachsen, mittlere mit 12 bis 15, große mit 18 bis 24. Ab dann sinkt der Bedarf deutlich, oft um ein Drittel gegenüber der Wachstumsphase.
Das ist der Moment, an dem viele junge Hunde zunehmen. Stell die Fütterung bewusst um, statt zu warten, bis die Waage es zeigt. Wie du dabei vorgehst, steht im Ratgeber Futterumstellung, und was zu viel Gewicht anrichtet, im Ratgeber Übergewicht bei Hund und Katze.
Was ich Welpen füttere
Für die Wachstumsphase gibt es bei ANIfit ein eigenes Gericht. Das ANIfit Junior hat 94 % Fleisch aus Rindermuskelfleisch, Rinderlunge, Rindermilz und Rinderleber, dazu 2 % Lachsöl und je 1 % Kalziumkarbonat und Phosphat. Genau diese beiden Zusätze sind der Unterschied zum Futter für erwachsene Hunde, weil ein wachsendes Skelett ein festes Verhältnis von Calcium und Phosphor braucht.
Sechs Dosen à 200 g kosten 22,49 €, die 400-Gramm-Dosen 28,99 €, die 810er 37,49 €. Für die ersten Wochen nehme ich die kleine Dose, weil eine Welpenportion klein ist und die Reste sonst zu lange im Kühlschrank stehen.
Wenn der Magen in der Umstellungszeit empfindlich reagiert, gebe ich ANIfit Power-Darm dazu, 60 g für 10,89 €. Der Umzug ins neue Zuhause ist für die Darmflora ein Einschnitt. Was dabei passiert, steht im Ratgeber Darmflora beim Hund.
Als Trainingsbelohnung nutze ich ANIfit Hühnerbrust, gefriergetrocknet und ohne weitere Zutat, 35 g für 6,90 €. Eine einzige Zutat heißt, dass du bei Problemen weißt, woran es lag.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich meinen Welpen füttern?
Von der achten Woche bis vier Monate vier Mahlzeiten am Tag, von vier bis sechs Monate drei, ab sechs Monaten zwei. Bei sehr kleinen Rassen bleibt es länger bei vier Portionen, weil ihr Blutzucker zwischen weit auseinanderliegenden Mahlzeiten absacken kann.
Wie viel Futter braucht ein Welpe?
Bis etwa vier Monate rund doppelt so viel Energie pro Kilo Körpergewicht wie ein erwachsener Hund derselben Rasse. Nimm die Herstellerangabe als Startwert und korrigiere danach nach Gewichtsverlauf und Figur. Die Tabelle gilt für den Durchschnittshund, deiner ist einer.
Wie viel frisst ein Welpe mit 4 Monaten?
Das hängt vor allem am Endgewicht. Ein Welpe mit 8 kg und 25 kg Endgewicht braucht ein Vielfaches von dem, was ein Chihuahua-Welpe bekommt. Rechne mit dem Futterrechner und prüfe nach einer Woche am Rippentest, ob die Menge passt.
Mein Welpe wirkt nach dem Fressen nicht satt. Soll ich mehr geben?
Betteln ist kein verlässliches Signal. Prüf stattdessen die Figur: Rippen ohne Druck fühlbar, Taille von oben sichtbar. Passt das, stimmt die Menge. Wenn du etwas ändern willst, verteile dieselbe Tagesmenge auf mehr Mahlzeiten.
Fazit
Die Mahlzeiten pro Tag folgen dem Alter, da brauchst du nicht lange zu überlegen. Vier, dann drei, dann zwei.
Die Menge dagegen ist eine laufende Korrektur. Startwert aus der Tabelle, Waage einmal die Woche, Hände an den Brustkorb. Zwei Monate später steht dort eine andere Zahl, und das ist richtig so.
Bei großen Rassen gilt zusätzlich: lieber eine Spur zu schlank als zu rund. Das Skelett dankt es dir mit zehn.
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Quellen: Purina Institute, Feeding large and giant breed puppies (langsames gleichmäßiges Wachstum, Endgewicht über 45 kg erst mit bis zu 24 Monaten, Skelettfehlbildungen bei zu schnellem Wachstum), abgerufen am 04.10.2026; Royal Canin, Welpenfütterung (Mahlzeitenzahl nach Alter, bis zu vier Mahlzeiten bis sechs Monate, zwei ab sechs Monaten); Purina, Welpen füttern (Energiebedarf bis vier Monate etwa doppelt so hoch pro Kilo Körpergewicht wie beim erwachsenen Hund derselben Rasse); Tierarztpraxis Dr. Hölter, Die beste Ernährung für Hunde im Wachstum (Calciumüberschuss bei großen Rassen, Beurteilung über die Körperkondition); Produktseiten ANIfit Junior, Power-Darm und Hühnerbrust auf shop.futterexpertin.de, Preise und Deklarationen geprüft am 04.10.2026.