Katzen gelten als wählerisch, und oft stimmt das auch. Trotzdem solltest du genau hinschauen, wenn deine Katze den Napf stehen lässt. Denn anders als beim Hund kann eine längere Fresspause bei Katzen schneller zum Problem werden. Dieser Ratgeber erklärt, wann du wachsam sein musst, woran das Mäkeln liegt und mit welchen Tricks heikle Katzen wieder gern fressen.
Zuerst das Wichtige: Wann es ernst wird
Katzen verhungern nicht so schnell, wesentlich ist wie beim Menschen vor allem die Wasserversorgung. Trotzdem ist eine längere Nahrungspause bei Katzen riskanter als bei Hunden, denn sie kann den Fetthaushalt der Katze aus dem Gleichgewicht bringen. Bitte handle deshalb zügig, wenn deine Katze
- länger als etwa einen Tag konsequent gar nichts frisst,
- zusätzlich erbricht, apathisch wirkt oder sich versteckt,
- sichtbar abnimmt
- oder Schmerzen beim Fressen zeigt.
In diesen Fällen gehört die Katze tierärztlich abgeklärt. Alles Weitere gilt für die ansonsten gesunde, einfach nur heikle Katze.
Warum Katzen mäkeln
Eine Katze beurteilt ihr Futter nicht wie ein Ernährungsberater. Ihre Auswahl wird durch begrenzte Erfahrung und durch Lockstoffe im Futter beeinflusst. Was die Katze gern frisst, muss also nicht das Beste für sie sein. Diese Entscheidung sollte beim Menschen liegen.
Dazu kommt: Viele Katzen werden erst durch unseren Umgang mäkelig. Häufige Ursachen sind
- zu viele Leckerli, die den Hunger zur Mahlzeit nehmen,
- ständig verfügbares Futter, das den Reiz der Mahlzeit verringert,
- falsche Temperatur, denn Katzen mögen ihr Futter am liebsten in Körperwärme,
- Stress oder Veränderung, etwa durch Umzug oder eine neue Bezugsperson,
- oder schlicht Hitze, die vielen Katzen auf den Appetit schlägt.
Auch harmlose Gründe sind möglich: Vielleicht hat die Katze beim Nachbarn genascht oder draußen eine Maus erwischt.
Praxiserprobte Tricks für heikle Katzen
Mach die Mahlzeit zum Ritual. Nicht das Aussuchen des Futters soll der Höhepunkt sein, sondern das Fressen selbst. Schmuse vor der Mahlzeit mit deiner Katze. Wenn ihr Bedürfnis nach Zärtlichkeit gestillt ist, freut sie sich umso mehr auf das Fressen.
Füttere zu festen Zeiten statt rund um die Uhr. Ausgewachsene Katzen brauchen kein Dauerbuffet. Mehrere feste Mahlzeiten pro Tag steigern das Fressvergnügen, weil echter Hunger entsteht.
Wärme das Futter an. Gib niemals Futter direkt aus dem Kühlschrank. Erwärme es im Wasserbad oder mische warmes Wasser unter, bis es Körpertemperatur hat. Die Mikrowelle ist dafür nicht geeignet. Warmes Futter riecht intensiver und trifft die natürliche Beutetemperatur.
Geh sparsam mit Leckerli um. Bettelt die Katze zwischen den Mahlzeiten, will sie oft nur Aufmerksamkeit. Gib ihr dann Streicheleinheiten statt Futter. Leckerli sind seltene Belohnungen, keine Zwischenmahlzeit. Wenn, dann naturbelassen, etwa gefriergetrocknete Fleisch- oder Fischstücke.
Lock den Appetit gezielt an. Ein wenig Fleisch- oder Fischgewürz über das Futter, ein Stück gekochtes Fleisch oder eine besonders beliebte Sorte können einer heiklen Katze den Anstoß geben.
Du bist unsicher, ob das Futter zu deiner Katze passt?
Mach den kostenlosen Futter-Check. Fünf Fragen zu deinem Tier, danach bekommst du passende Tipps per Mail.
Reste richtig aufbewahren
Bleibt etwas in der Dose übrig, fülle es in ein Glas und verschließe es. Glas gibt keinen Geruch ab, während manche Katzen Plastik wegen des leichten Eigengeruchs ablehnen. Eine geöffnete Dose sollte innerhalb von 24 Stunden verfüttert werden.
Häufige Fragen
Meine Katze frisst nur mit Topping. Ist das schlimm?
Es kann zur Gewohnheit werden. Besser ist ein Grundfutter, das so gut schmeckt, dass die Katze es ohne dauerhaftes Topping annimmt. Hilfreich ist ein geduldiger Aufbau über die Futterumstellung.
Wie lange darf meine Katze nichts fressen?
Deutlich kürzer als ein Hund. Verweigert sie länger als etwa einen Tag konsequent das Futter, lass sie tierärztlich abklären, weil sonst ihr Fetthaushalt leiden kann.
Soll ich das Futter ständig wechseln, damit es schmeckt?
Ständiges Wechseln verstärkt das Mäkeln oft. Sinnvoller ist ein hochwertiges Futter und eine ruhige, feste Routine, mit gelegentlicher Abwechslung innerhalb der Sorten.
Was bei heiklen Katzen wirklich hilft
Katzen entscheiden über die Nase. Rotbarschfilet-Pulver und Hühnerherzen-Granulat sind meine zwei Standardhelfer, dazu das Fisch-Gewürz.
Ein Sonderfall ist ANIfit Lachsöl. Katzen mögen den Geschmack ausgesprochen gern, deshalb erleichtert ein kleiner Schuss die Umstellung auf eine neue Sorte spürbar. Gleichzeitig liefert es die Arachidonsäure, die Katzen brauchen und die in Pflanzenölen nicht vorkommt.
Welche ANIfit-Sorten es für Katzen gibt und warum die kleinen 85-Gramm-Schälchen bei mäkeligen Tieren oft besser funktionieren als die große Dose, steht unter ANIfit Katzenfutter.
Wer erst herausfinden will, was schmeckt, startet mit einem Schnupperpaket über mehrere Sorten statt mit einer großen Bestellung.
Fazit
Eine heikle Katze ist meist gesund und mäkelt aus Gewohnheit, wegen zu vieler Leckerli oder weil das Futter zu kalt serviert wird. Mit festen Zeiten, angewärmtem Futter, weniger Snacks und der Mahlzeit als Ritual kommt der Appetit fast immer zurück. Wichtig bleibt die Wachsamkeit: Frisst deine Katze länger als einen Tag gar nichts oder kommen Symptome dazu, gehört sie zum Tierarzt.
Du bist unsicher, ob das Futter zu deiner Katze passt?
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Quellen: Tipp Ernährung von Katzen und Tipp Appetitlosigkeit, Provital GmbH; FEDIAF, Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food (fediaf.org).